Squamous Cell Carcinoma (SCC)

SI-EINHEITEN

KONVENTIONELLE EINHEITEN



Synonym
Squamous Cell Carcinoma Antigen, SCCA, Plattenepithel Karzinomantigen
Einheiten im Messwesen
ng/mL, ng/dL, ng/100mL, ng%, ng/L, µg/L

SCC ist ein maligner Tumor des Plattenepithels. Plattenepithelzellen stellen den Hauptteil der Epidermis dar, sind aber auch im Gewebe des Verdauungstraktes, der Lungen und anderer Körperregionen vorhanden. SCC tritt als Krebsform in verschiedenen Geweben auf, hauptsächlich in Lunge, Gebärmutterhals, Vagina sowie Lippen, Mund und Ösophagus. Trotz der gleichen Bezeichnung, Plattenepithelkarzinom, weisen die SCCs an den verschiedenen Stellen enorme Unterschiede hinsichtlich Symptomen, Prognose und Ansprechen auf die Behandlung auf. Das SCC- Antigen ist eine Unterfraktion von TA‐4, einem Tumorantigen, das erstmals 1977 von Kato und Torigoe beschrieben wurde. Das aus einem Plattenepithelkarzinomgewebe des Gebärmutterhalses gewonnene TA‐4 wurde als Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von 48 kDa beschrieben und besteht aus mindestens Unterfraktionen. SCCA, eine dieser Unterfraktionen, ist ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von 42 kDa, welches immunhistochemisch im Plattengewebe der Lunge, der Vulva, der Exozervix, des Ösophagus und der Haut nachweisbar ist. Das entsprechende Gen für SCCA verschlüsselt zwei Antigene, das neutrale SCCA1 und das saure SCCA2, die im Serum nachweisbar sind. Die biologische Funktion von SCCA ist die eines Enzyminhibitors, wobei SCCA1 die Papain-ähnlichen Cysteinproteasen (Cathepsine L, S und K) und SCCA2 die Chymotrypsin-ähnlichen Serinproteasen, Cathepsin G und Chymase, inhibiert.

Studien mit SCCA1 und SCCA2 haben gezeigt, dass zum Erreichen einer optimalen klinischen Sensitivität vorzugsweise ein Test der zweiten Generation, der alle serologischen Formen erkennt, einzusetzen ist. Ferner wurde gezeigt, dass SCCA1 und SCCA2 im Plattenepithel der Zunge, der Tonsilien, des Ösophagus, des Gebärmutterhalses und der Vagina coexprimiert werden. Im Falle von moderat und gut differenzierten Tumoren werden SCCA1 und SCCA2 auch beim SCC der Lunge, des Kopfes und des Halses coexprimiert.5 Der Elecsys SCC Test misst die Gesamt-SCCA-Menge (SCCA1 und SCCA2) äquimolar in Humanserum und ‐plasma. Kopfes und des Halses coexprimiert. Der Elecsys SCC Test misst die Gesamt-SCCA-Menge (SCCA1 und SCCA2) äquimolar in Humanserum und ‐plasma.

Allgemeine klinische Bedeutung von SCCA: SCCA wurde bei Plattenepithelkarzinomen der Lunge, des Gebärmutterhalses, des Ösophagus, des Kopfes und des Halses, des Analkanals und der Haut untersucht. Fortgeschrittene Krebsstadien werden, besonders bei Lungen‐ und Gebärmutterhalskrebs, mit höheren SCCA-Konzentrationen assoziiert, und es ist publiziert, dass die Messung des Antigens in serieller Bestimmung als Hilfsmittel bei der Beurteilung von Rezidiven, zur Abschätzung einer Resterkrankung nach Behandlung und der Therapieantwort dient.

Es hat sich herausgestellt, dass Alkoholkonsum, Tabakrauchen, Alter und eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), insbesondere HPV‐16, mit SCC des Kopfes und des Halses, der Lunge und der anogenitalen Region assoziiert sind.

SCCA tritt im normalen Plattenepithel sowie in niedrigen Konzentrationen im Blut aller Menschen auf. Es ist kein Tumor-spezifisches Protein. Eine erhöhte SCCA-Konzentration kann daher genauso mit Plattenepithelkarzinomen wie mit benignen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. In Studien an Patienten mit benignen Erkrankungen wurden bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, Hämodialyse- Patienten und solchen mit dermatologischen Erkrankungen wie Psoriasis oder Ekzemen abnormale SCCA-Spiegel festgestellt. Niereninsuffizienz und dermatologische Erkrankungen sind die Hauptquellen für falsch positive Ergebnisse mit diesem Biomarker.

SCCA bei Lungenkrebs: SCCA wird als Biomarker für das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (Non‐Small Cell Lung Cancer, NSCLC), vor allem beim Typus des Plattenepithelkarzinoms, beschrieben. Mehr als andere Typen von Lungenkrebs, ist SCC der Lunge stark mit Tabakrauchen korreliert. In der Literatur wird angegeben, dass erhöhte SCCA-Serumkonzentrationen ein Hinweis auf NSCLC sind, sofern Niereninsuffizienz und dermatologische Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Der Nutzen von SCCA beim Lungenkrebs wurde auch hinsichtlich der Erkennung von Rezidiven, einer Resterkrankung nach Behandlung sowie einer Therapieantwort beschrieben.

SCCA bei Gebärmutterhalskrebs: Die häufigste Histologie bei Gebärmutterhalskrebs ist SCC, wobei SCCA der Biomarker der ersten Wahl für diese Histologie ist. Es konnte festgestellt werden, dass SCCA-Serumkonzentrationen mit dem Tumorstadium, der Tumorgröße, dem Resttumor nach Behandlung, Rezidiven oder dem Krankheitsverlauf und der Überlebensdauer bei Patientinnen mit Plattenepithel-Gebärmutterhalskrebs korrelieren. SCCA ist gemäß den Richtlinien der European Group of Tumor Markers als Marker der ersten Wahl für die Nachsorge von Gebärmutterhalskrebs anerkannt. Insbesondere sein Wert für die Vorhersage, das Monitoring und die Identifizierung von Patientinnen mit hohem Risiko für Lymphknotenmetastasen vor einer Behandlung wurde in der Literatur beschrieben.

Es wurde auch gezeigt, dass aus der Messung von SCCA in Kombination mit hsCRP die höchste Detektionsrate für ein Rezidiv während der Gebärmutterhalskrebs-Nachsorge resultiert.

SCCA bei Kopf-Hals-Tumoren: Kopf-Hals-Tumoren bezeichnet eine Gruppe von biologisch ähnlichen Tumorarten, die beispielsweise in Lippe, Mund- und Nasenhöhle, Rachen oder Kehlkopf auftreten. 90 % der Kopf-Hals-Tumoren sind SCCs, die vom Schleimhautgewebe (Epithel) dieser Regionen ausgehen. Bei Patienten mit primären Tumoren korrelierten die SCCA-Serumkonzentrationen mit dem Befall der Lymphknoten, wobei Patienten mit Lymphknotenbefall signifikant höhere Konzentrationen aufwiesen. Multivariate Analysen haben gezeigt, dass SCCA ein signifikanter unabhängiger Prädiktor für das Krankheits- freie Überleben ist und die Konzentrationen vor Behandlung ein unabhängiger Indikator für die Prognose bei Patienten mit Kopf-Hals- Tumoren sind.

Laborwerte rechner. Einheitenumrechner SI-konventionell / konventionell-SI.
Umrechnung Squamous Cell Carcinoma (SCC) von / in ng/mL, ng/dL, ng/100mL, ng%, ng/L, µg/L . Faktoren zur umrechnung von konventionellen Einheiten in SI-Einheiten. Squamous Cell Carcinoma (SCC) umrechnungstabellen.